Über den Film

Drei Jahre hat es gedauert, von den ersten Storyentwürfen bis zum fertigen Film. Viel hat sich in dieser Zeit entwickelt, aber lest selbst.

Im Sommer 2003 hatte ich nach meiner Revenge-Trilogie noch mal Lust auf einen Horrorfilm und wollte unbedingt etwas mit Vampiren machen, doch es mussten unbedingt einige Schwächen meiner alten Filme behoben werden, das Schauspiel selbst war das wichtigste. Durch die Schule lernte ich Benjamin Schardt kennen, der ein großartiges schauspielerisches Talent besitzt. Mir war klar, Ben muss mitspielen. Also erzählte ich ihm von meiner Idee einen Vampirfilm zu machen und von da an begann die Arbeit an diesem Projekt. Die Richtung war klar, ich wollte mich soweit wie möglich von aktuellen Vampirfilmen entfernen, das war mir alles zu sehr „Videoclipmäßig“. Der Mythos Vampir sollte in unsere Zeit transportiert werden, ohne zuviel neue Regeln für die Vampire und ihr Dasein aufzustellen. Ich wollte mit dem arbeiten, was jeder kennt und versuchen damit eine Geschichte zu erzählen.

Um das Ganze auch technisch auf eine höhere Stufe als Revenge zu heben, habe ich mich viel mit Christian Schega, den ich durch den Offenen Kanal und das Musikvideo zu Wingert of Pain kannte, unterhalten und ihn dann für das Projekt gewinnen können. Christian hat durch seine zahlreichen Projekte für den Offenen Kanal auch unglaublich viel an technischem Wissen mitgebracht, was wir auch dringend brauchten.

Nach fast einem Jahr kam ich mit meinem Drehbuch nicht mehr so voran, wie ich es mir gewünscht hätte, irgendwie wollte sich diese Geschichte um Vampire, Engel und einen Jäger nicht zusammenfügen, also fragte ich Sibylla Huy, mit der ich seit ihrer Schminkarbeit beim Musikvideo befreundet bin, ob Sie mir helfen könnte. In einer vierwöchigen Arbeitssession haben wir dann das Drehbuch zusammen überarbeitet und danach war die Sache endlich rund. Während dieser Zeit trafen wir auch schon die Vorbereitungen für den Dreh, Leute wurden gesucht, Techniker und natürlich Drehorte. Am schwierigsten war es, eine geeignete Burg für die Anfangsszene zu finden, da fast keine Burg über Starkstrom verfügt, den wir dringend für unser Licht brauchten. Nach einigen Fahrten und Gesprächen fanden wir dann bei Eschbach die Madenburg, die über einen Starkstromanschluss verfügt und bei der wir auch keine Gebühren für den Dreh zu bezahlen brauchten, noch nicht einmal Strom, dank der Famile Buchwald, die die Burg quasi verwaltet.

Am Montag, den 16.08.2004 war es dann soweit, der Dreh konnte beginnen. Als erstes wurde die Gassenszene in der Nähe des Frank Loebschen’ Haus gedreht, bei der Christian einige Strapazen auf sich nahm, um aus den Fenstern des Frank Loebschen Haus für zusätzliche Beleuchtung zu sorgen. Bei diesem Dreh stellte sich auch schon der enorme Zeitaufwand heraus, der Drehtag dauerte ganze 8 Stunden, obwohl die Szene nicht einmal die aufwändigste war. Außerdem fing es auch noch an zu regnen, was die Arbeit mit unserem Equipment, wie z.B. einer Nebelmaschine, der Beleuchtung und natürlich der Kamera selbst um einiges erschwerte.

Der zweite Drehtag war um einiges angenehmer, da wir im Restaurant „Weinstube zum Mandelpfad“ drehten und uns dort natürlich keine Sorgen um das Wetter machen brauchten.